Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg
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BMA -> FeuMi

Alarmstichwort: Brandmeldeanlage
Einsatzort: Ulzburg

Alarmzeit: 13.06 Uhr
Ausgerückte Kräfte: ELW (60-11-01), HLF 20 (60-48-01), DLK (60-32-01), LF 20 (60-46-01), HLF 10 (60-45-01), LF 16 (60-46-02), GW-L2 (60-68-01), MTW (60-18-01), MZF (60-14-01), Feuerwehr Norderstedt, Rettungsdienst (60-83-02) DRK Kreis Segeberg

Zur Mittagszeit wurde die Feuerwehr Henstedt-Ulzburg zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Im Rahmen der Erkundung des Gebäudes wurde eine Verrauchung im Keller festgestellt. Aufgrund dieser Erkenntnis wurde das Alarmstichwort auf FeuMi (Feuer Mittel) erhöht, und weitere Kräfte alarmiert.
Es wurde ein Löschangriff aufgebaut, und der erste Trupp ging unter Atemschutz in den Keller vor. Dieser Trupp konnte jedoch kein Feuer feststellen.
Die "Verrauchung" war auch untypisch für ein Feuer, da sie nicht wie gewöhnlich in dunkel grau bis schwarz erschien, sondern eher hellgrau bis weiß. Ausgangspunkt der Verrauchung war der Lüftungs- und Klimaraum.
Diese Erkenntnis veranlasste uns, eine Fachfirma für Lüftungs und Klimabau zu verständigen.
Durch weitere Erkundung zusammen mit der Fachfirma kamen wir zu dem Ergebnis, dass wir es hier nun mit einem Austritt von Kältemittel zu tun hatten. Aufgrund der sehr warmen Witterung gingen wir davon aus, dass ein Überdruckventil des Systems ausgelöst hat, und die Lage durch Belüften des Gebäudes in den Griff zu bekommen sei. Nach längeren Lüftungsarbeiten mussten wir allerdings feststellen, dass sich die Kältemittalkonzentration im Gebäude nicht verringert hat.
Glücklicherweise war einer der Techniker ebenfalls ausgebildeter Atemschutzgeräteträger, somit konnten wir ihn ebenfalls ausrüsten, und zusammen mit Kräften unserer Wehr in den Keller vorschicken, um eine fachliche Erkundung vorzunehmen.
Hierbei wurde eine Leckage im Kühlsystem festgestellt, die leider im ersten Moment weder abgesperrt, noch einfach abgedichtet werden konnte. Das verbliebene Kühlmittel aus der Anlage musste umständlich in spezielle Druckbehälter umgefüllt werden. Diese Behälter waren auch am Anfang nicht ausreichend vorhanden und mussten beschafft werden. Ebenfalls wurde ein weiterer, atemschutztauglicher Techniker verständigt.
Die Gesamtsituation veranlasste uns, sämtliche Arbeiten unter schweren Atemschutz durchzuführen.
Das ausgetretene Kältemittel ist giftig, sauerstoffverdrängend, und umweltgefährdend. Am Ende wurden 25 Atemluftflaschen verbraucht.
Ein schwerer Einsatz mit zwischenzeitlichen Personalaustausch und Nachbereitung im Feuerwehrhaus endete gegen 24:00 Uhr.

ff-hu/nsp

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